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Schneewittchen

Schneewittchen

English: Snow White

Snow White (1857) is a well-known story by the Brothers Grimm about a princess, her jealous stepmother, and how kindness and courage can prevail. First published in the 19th century, this public-domain tale is an important part of German fairy-tale tradition.

Es war einmal mitten im Winter und es schneite. Eine Königin saß an einem Fenster und nähte. Der Fensterrahmen war aus schwarzem Ebenholz.

Als sie aus dem Fenster in den Schnee schaute, stach sie sich aus Versehen mit der Nadel in den Finger. Drei Tropfen Blut fielen auf den weißen Schnee. Das Rot vom Blut sah auf dem Schnee sehr schön aus.

Deshalb dachte die Königin: „Ich wünsche mir ein Kind, das so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz ist.“ Kurze Zeit später bekam sie eine Tochter. Ihre Haut war weiß wie Schnee, ihre Lippen rot wie Blut und ihre Haare schwarz wie Ebenholz. Darum nannten sie das Mädchen Schneewittchen. Aber kurz nach der Geburt starb die gute Königin.

Ein Jahr später heiratete der König eine neue Frau. Sie war sehr schön, aber auch sehr stolz und dachte, sie wäre besser als alle anderen. Sie hasste es, wenn jemand schöner war als sie. Diese neue Königin besaß einen magischen Spiegel.

Jeden Tag stellte sie sich vor den Spiegel und fragte: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Der Spiegel antwortete immer: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste im Land.“ Dann war sie glücklich, denn sie wusste, dass der Spiegel immer die Wahrheit sagte.

Schneewittchen wurde älter und mit jedem Jahr schöner. Als sie sieben Jahre alt war, war sie wunderschön und sogar schöner als die Königin.

Die böse Königin fragt ihren magischen Spiegel.
Die böse Königin fragt ihren magischen Spiegel.

Eines Tages fragte die Königin wieder ihren Spiegel: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Aber diesmal antwortete der Spiegel: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als Ihr.“

Die Königin bekam einen großen Schreck und wurde sehr wütend. Sie war so neidisch auf Schneewittchen. Von diesem Tag an hasste sie das Mädchen. Ihr Neid wurde immer stärker, sodass sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr fand.

Schließlich rief sie einen Jäger zu sich. Sie befahl ihm: „Bring Schneewittchen in den Wald, ich will sie nicht mehr sehen. Du musst sie töten und mir ihre Lunge und Leber als Beweis bringen.“

Der Jäger musste gehorchen und ging mit Schneewittchen in den Wald. Als er sein Messer nahm, um sie zu töten, begann Schneewittchen zu weinen. Sie bat ihn: „Lieber Jäger, bitte töte mich nicht. Ich laufe tief in den Wald und komme nie wieder zurück.“

Schneewittchen war so schön, deshalb tat sie dem Jäger leid. „Lauf weg, du armes Kind“, sagte er. Er war froh, dass er sie nicht töten musste. In diesem Moment kam ein junges Wildschwein vorbei. Der Jäger tötete das Tier und nahm seine Lunge und Leber.

Diese brachte er der Königin, die sie kochte und aß, weil sie dachte, es wären die Organe von Schneewittchen.

Jetzt war das arme Schneewittchen ganz allein im großen Wald. Sie hatte große Angst und wusste nicht, wohin sie gehen sollte. Sie lief über Steine und durch Büsche, bis ihre Füße wehtaten. Sie war so müde, dass sie nicht mehr weiterkonnte.

Schneewittchen findet das kleine Haus der Zwerge.
Schneewittchen findet das kleine Haus der Zwerge.

Als es Abend wurde, sah sie ein kleines Haus und ging hinein. Drinnen war alles sehr klein, aber auch sehr sauber und ordentlich. Auf einem Tisch standen sieben kleine Teller mit Löffeln, Messern und Gabeln und sieben kleine Becher. An der Wand standen sieben kleine Betten.

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