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Das Brot vom Bäcker

Das Brot vom Bäcker

English: The Bread from the Baker

Tobias, 35, runs Bäckerei Krause in a small town. Every Saturday for twelve years, Frau Weber (78) has come at 7:30 for four Roggenbrötchen and one Laugenbrezel. He always has them ready. One Saturday, she doesn't come. Nor the next. He worries but doesn't know where she lives. On the third Saturday, a younger woman walks in: “Ich hätte gerne Mamas Bestellung.” Frau Weber is in the hospital. Tobias packs extra Brötchen, waves off the money. The daughter keeps coming — six Brötchen now, because she visits Mama every Saturday.

Tobias arbeitet seit zwölf Jahren in der Bäckerei Krause, die in einer ruhigen Straße liegt. Jeden Morgen steht er um vier Uhr auf, um die Brötchen vorzubereiten. Das ist sein Leben, und er liebt es.

Jeden Samstag kommt Frau Weber in die Bäckerei. Sie ist achtundsiebzig Jahre alt und kommt immer pünktlich um halb acht. Sie trägt einen dunkelblauen Mantel, und ihr Haar ist weiß.

Sie bestellt seit zwölf Jahren dasselbe: vier Roggenbrötchen und eine Laugenbrezel. Tobias hat die Bestellung schon fertig, bevor sie überhaupt spricht. Er lächelt, und Frau Weber lächelt zurück.

„Guten Morgen, Frau Weber.“

„Guten Morgen, Herr Tobias. Kalt heute.“

„Ja, aber das Brot ist warm.“

Das ist ihr kleines Ritual, das schon zwölf Jahre dauert.

Tobias reicht Frau Weber ihre Brötchen am Samstagmorgen.
Tobias reicht Frau Weber ihre Brötchen am Samstagmorgen.

Eines Samstags kommt Frau Weber nicht. Tobias wartet und schaut immer wieder auf die Uhr. Viertel vor acht, acht, halb neun — aber sie kommt nicht. Am Ende legt er die Brötchen zurück ins Regal und denkt, dass sie vielleicht krank ist oder Besuch hat.

Am nächsten Samstag legt er wieder vier Roggenbrötchen und eine Laugenbrezel auf die Seite. Er wartet, aber sie kommt wieder nicht.

Tobias wird langsam nervös. Er weiß nicht, wo Frau Weber wohnt, und hat auch ihre Telefonnummer nicht. Er kennt nur ihren Namen und ihren dunkelblauen Mantel.

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