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Mehr ausländische Berufsabschlüsse werden anerkannt

Mehr ausländische Berufsabschlüsse werden anerkannt

English: 10% more foreign qualifications recognised in 2025

Wer in einem anderen Land einen Beruf gelernt hat, darf ihn in Deutschland nicht automatisch ausüben. Für viele Berufe braucht man zuerst eine offizielle Anerkennung. Erst danach kann man zum Beispiel als Pflegekraft oder als Ärztin arbeiten. Zuständig sind Stellen beim Bund und in den Ländern. Rund 84 Prozent der Verfahren betrafen Berufe, die der Bund regelt.

2025 haben die Behörden rund 86.600 Anträge positiv entschieden, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das sind knapp zehn Prozent mehr als im Jahr davor, als es 79.100 Anträge waren. Insgesamt haben die Stellen rund 102.900 Verfahren bearbeitet, darunter 76.200 neue Anträge.

Das Wachstum wird allerdings langsamer. In den beiden Jahren davor stiegen die Zahlen noch deutlich stärker: 2024 um 21 Prozent und 2023 um 25 Prozent.

Die meisten anerkannten Abschlüsse kamen aus der Türkei mit 9.800 und aus der Ukraine mit 8.300. Danach folgten Syrien mit 6.100 sowie Indien und Tunesien mit jeweils 5.400. Bei Syrien war der Anstieg mit 42 Prozent am größten. Aus Bosnien und Herzegowina kamen dagegen deutlich weniger Anerkennungen: Der Anteil lag 2025 nur noch bei drei Prozent.

Am häufigsten wird der Pflegeberuf anerkannt, rund 32.000 Mal. Danach folgen Ärztinnen und Ärzte mit 13.900 sowie Ingenieurinnen und Ingenieure mit 4.600. Diese drei Berufe machen zusammen 58 Prozent aller Anerkennungen aus.

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