Kaffee gehört für Millionen Menschen zum Alltag. Aber wie viel davon ist eigentlich gesund? Die American Heart Association (AHA), eine große amerikanische Fachgesellschaft für Herzmedizin, hat dazu viele Studien neu ausgewertet. Ihr Ergebnis beruhigt: Für gesunde Erwachsene sind bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag unbedenklich. Das entspricht etwa drei bis fünf Tassen schwarzem Kaffee.
Coffee is part of daily life for millions of people. But how much of it is actually healthy? The American Heart Association (AHA), a large American professional society for heart medicine, has newly evaluated many studies on this. Its conclusion is reassuring: for healthy adults, up to 400 milligrams of caffeine per day are harmless. That corresponds to about three to five cups of black coffee.
Die Analyse erschien im Juli 2026 in der Fachzeitschrift Circulation. Sie zeigt sogar: Wer regelmäßig moderate Mengen Kaffee trinkt, hat im Durchschnitt ein etwas geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Auch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hält 400 Milligramm Koffein am Tag für sicher. Schwangeren empfiehlt sie deutlich weniger, nämlich höchstens 200 Milligramm. Zur Orientierung: Eine Tasse Filterkaffee mit 200 Millilitern enthält rund 90 Milligramm Koffein, ein Espresso etwa 80.
The analysis was published in July 2026 in the journal Circulation. It even shows: people who regularly drink moderate amounts of coffee have, on average, a somewhat lower risk of cardiovascular diseases. The European food authority EFSA also considers 400 milligrams of caffeine a day safe. For pregnant women it recommends considerably less, namely at most 200 milligrams. For orientation: a cup of filter coffee with 200 milliliters contains around 90 milligrams of caffeine, an espresso about 80.
Besonders interessant ist der Blick auf Typ-2-Diabetes. Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, bekommen diese Krankheit seltener als Menschen, die keinen Kaffee trinken. Der Effekt zeigt sich auch bei entkoffeiniertem Kaffee. Fachleute vermuten deshalb, dass nicht nur das Koffein wirkt. Auch Pflanzenstoffe aus der Kaffeebohne könnten den Körper schützen.
Particularly interesting is the look at type 2 diabetes. People who drink coffee regularly develop this disease less often than people who drink no coffee. The effect also shows up with decaffeinated coffee. Experts therefore suspect that not only the caffeine is at work. Plant compounds from the coffee bean could also protect the body.
Kurzfristig kann Koffein den Puls und den Blutdruck erhöhen. Bei regelmäßigem Konsum gewöhnt sich der Körper aber daran. Selbst Menschen mit Vorhofflimmern, einer häufigen Herzrhythmusstörung, müssen im Durchschnitt nicht auf Kaffee verzichten. Trotzdem verarbeitet jeder Mensch Koffein anders. Wer nach dem Kaffee Herzklopfen oder Unruhe spürt, sollte weniger trinken und das mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen.
In the short term, caffeine can raise the pulse and blood pressure. But with regular consumption the body gets used to it. Even people with atrial fibrillation, a common heart rhythm disorder, do not on average have to give up coffee. Still, every person processes caffeine differently. Anyone who feels heart palpitations or restlessness after coffee should drink less and discuss it with a doctor.
Zuletzt haben Berichte über Pestizide in Kaffeebohnen viele Menschen verunsichert. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung gibt jedoch Entwarnung: Nach den aktuellen Daten besteht für Verbraucher kein Risiko. Nur wenige Proben liegen über den Grenzwerten, und diese Ware wird aus dem Handel genommen.
Recently, reports about pesticides in coffee beans have unsettled many people. However, the German Federal Institute for Risk Assessment gives the all-clear: according to current data, there is no risk for consumers. Only a few samples exceed the limit values, and these goods are taken off the market.
Ein Wundermittel ist Kaffee trotzdem nicht. Die meisten Ergebnisse stammen aus Beobachtungsstudien. Solche Studien zeigen Zusammenhänge, aber keine sicheren Ursachen. Studienleiter Gregory Marcus rät deshalb, auf den eigenen Körper zu hören. Niemand muss mit dem Kaffeetrinken anfangen, um gesund zu bleiben. Und eines ist klar: Guten Schlaf, Bewegung und ausgewogenes Essen ersetzt auch der beste Kaffee nicht.
Even so, coffee is not a miracle cure. Most results come from observational studies. Such studies show correlations, but no certain causes. Lead author Gregory Marcus therefore advises listening to your own body. Nobody has to start drinking coffee to stay healthy. And one thing is clear: good sleep, exercise, and a balanced diet cannot be replaced even by the best coffee.