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Neue EU-Regeln für Verpackungen – was sich für Verbraucher ändert

Neue EU-Regeln für Verpackungen – was sich für Verbraucher ändert

English: New EU packaging rules: what changes for consumers

Based on reporting by tagesschau (ARD). Independently rewritten from the facts into graded German by Mitlesen — not a translation of the original article.

Seit Mittwoch gelten in der Europäischen Union neue Regeln für Verpackungen. Sie sind Teil einer großen Verordnung gegen den Verpackungsmüll. Bis 2030 sollen sich fast alle Verpackungen recyceln lassen.

Der erste Schritt betrifft Lebensmittelverpackungen. Für die Chemikalien PFAS gelten ab sofort strenge Grenzwerte. PFAS machen Papier und Karton fett- und wasserdicht, etwa in Boxen für Burger oder in Backpapier. Fachleute halten die Stoffe für gesundheitsschädlich.

Die Grenzwerte liegen so niedrig, dass Hersteller PFAS kaum noch verwenden können. Die Geschäfte dürfen bereits produzierte Ware aber noch verkaufen.

Ab 2030 verschwinden mehrere bekannte Verpackungen aus dem Alltag. Dazu gehören das Ketchup-Tütchen im Schnellrestaurant, das Plastiknetz um Zitronen und das Mini-Shampoo im Hotel. Beim Online-Einkauf darf ein Paket künftig höchstens zur Hälfte aus Luft bestehen.

Bis 2029 muss jedes EU-Land ein Pfandsystem für Einwegflaschen und Dosen einführen. Wer aus Deutschland nach Spanien oder Italien fährt, merkt das im Urlaub. Außerdem soll Glas öfter wiederverwendet werden, zum Beispiel bei Flaschen für Essig und Öl.

Der Druck ist groß: 2023 entstanden pro Einwohner der EU im Schnitt 178 Kilogramm Verpackungsmüll. In Deutschland waren es sogar etwa 215 Kilogramm. Viele Unternehmen finden die Verordnung mit ihren 71 Artikeln allerdings zu kompliziert. Für Verbraucher gelten die meisten Regeln erst ab 2030.

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