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Wenig Wasser in den Flüssen: Lkw dürfen sonntags fahren

Wenig Wasser in den Flüssen: Lkw dürfen sonntags fahren

English: States lift the Sunday lorry ban as rivers run dry

Based on reporting by tagesschau (ARD). Independently rewritten from the facts into graded German by Mitlesen — not a translation of the original article.

In Deutschland dürfen große Lastwagen an Sonn- und Feiertagen normalerweise nicht fahren. Wegen der langen Trockenheit machen jetzt aber immer mehr Bundesländer eine Ausnahme. Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg setzen das Fahrverbot ab dem kommenden Wochenende aus. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gilt die Lockerung schon.

Der Grund dafür liegt auf den Flüssen. Rhein und Elbe führen so wenig Wasser wie selten zuvor. Schiffe können deshalb nur einen Teil ihrer üblichen Ladung mitnehmen. Der Transport wird teurer, und ein Teil der Güter wechselt vom Wasser auf die Straße. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begründet das damit, dass Rohstoffe, Chemikalien und Energieträger weiter ankommen müssen.

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Pegel Kaub zwischen Koblenz und Mainz. Dort lag der Wert zuletzt bei 17 Zentimetern. Der bisher niedrigste bekannte Stand lag 2018 bei 25 Zentimetern. Fachleute halten es für möglich, dass der Rhein bald nicht mehr durchgehend befahrbar ist.

Auch an der Elbe sinken die Werte. In Magdeburg wurden 41 Zentimeter gemessen, vier Zentimeter weniger als beim bisherigen Tiefstand von 2019. Hinter der Trockenheit steht ein heißer Sommer: Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie. Ergiebiger Regen ist vorerst nicht in Sicht.

Nicht alle Bundesländer ziehen mit. Sachsen lehnt eine allgemeine Lockerung ab und verweist auf Genehmigungen im Einzelfall. Kritik gibt es auch: Mehr Lastwagen bedeuten mehr Verkehr auf den Autobahnen.

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