Knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in einer Familie. Nach den ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 sind es 49 Prozent. Als Familie zählt dabei, wer mit seinen Eltern oder mit seinen Kindern in einem Haushalt wohnt. 1996 lag der Anteil noch bei 57 Prozent. Danach ging er viele Jahre zurück. Seit etwa zehn Jahren ist er jedoch stabil, denn 2015 waren es 48 Prozent.
Just under half of the people in Germany live in a family. According to the first results of the 2025 microcensus, the figure is 49 percent. A family here means anyone who lives in a household with their parents or with their children. In 1996 the share was still 57 percent. After that it fell for many years. For about ten years, however, it has been stable, since in 2015 it was 48 percent.
Für den langen Rückgang gibt es vor allem einen Grund. Die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit sind älter geworden. „Die Babyboomer haben die typische Familienphase mit Kindern im Haushalt hinter sich gelassen“, erklärt Thomas Körner vom Statistischen Bundesamt. Seit 2015 wirke die Zuwanderung in die andere Richtung, sagt der Experte. Eingewanderte und ihre Kinder seien jünger und lebten häufiger in Familien.
There is above all one reason for the long decline. The large post-war birth cohorts have grown older. “The baby boomers have left behind the typical family phase with children in the household,” explains Thomas Körner of the Federal Statistical Office. Since 2015, the expert says, immigration has been working in the other direction. Immigrants and their children, he says, are younger and live in families more often.
Die Zahlen zeigen diesen Unterschied deutlich. Von den Menschen mit Einwanderungsgeschichte wohnten 2025 rund 60 Prozent in einer Familie. Bei den Menschen ohne Einwanderungsgeschichte waren es nur 43 Prozent. Eine Einwanderungsgeschichte hat, wer selbst seit 1950 nach Deutschland gekommen ist oder wessen Eltern eingewandert sind. Auch der Anteil der Familien mit Einwanderungsgeschichte ist gewachsen. 2005 traf das auf 17 Prozent aller Familien zu, heute sind es 31 Prozent.
The figures show this difference clearly. Of the people with an immigrant background, around 60 percent lived in a family in 2025. Among people without an immigrant background, the figure was only 43 percent. Anyone who came to Germany themselves from 1950 onwards, or whose parents immigrated, has an immigrant background. The share of families with an immigrant background has also grown. In 2005 this applied to 17 percent of all families; today it is 31 percent.
Gleichzeitig hat sich verändert, wie Familien aussehen. 1996 waren 78 Prozent der Familien Ehepaare mit Kindern, heute sind es 66 Prozent. Der Anteil der Alleinerziehenden stieg im gleichen Zeitraum von 18 auf 24 Prozent. Paare ohne Trauschein mit Kindern kommen inzwischen auf 10 Prozent. Vor allem im Westen werden solche Familienformen heute stärker akzeptiert. Im Osten waren sie schon früher weiter verbreitet.
At the same time, what families look like has changed. In 1996, 78 percent of families were married couples with children; today it is 66 percent. Over the same period the share of single parents rose from 18 to 24 percent. Unmarried couples with children now make up 10 percent. In the west in particular, such family forms are more widely accepted today. In the east they were already more common earlier.
Bemerkenswert stabil bleibt dagegen die Zahl der Kinder pro Familie. Die Hälfte der Familien lebt mit einem Kind zusammen. In 37 Prozent der Familien wohnen zwei Kinder und in 13 Prozent drei oder mehr. Vor dreißig Jahren sah dieses Bild fast genauso aus.
The number of children per family, by contrast, remains remarkably stable. Half of families live with one child. In 37 percent of families two children live at home, and in 13 percent three or more. Thirty years ago the picture looked almost exactly the same.
Die Daten stammen aus dem Mikrozensus. Für diese Erhebung befragt das Statistische Bundesamt jedes Jahr rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland.
The data come from the microcensus. For this survey the Federal Statistical Office questions around one percent of the population in Germany every year.