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Wer zuerst zum Hausarzt geht, soll schneller drankommen

Wer zuerst zum Hausarzt geht, soll schneller drankommen

English: Those who go to their GP first should get an appointment sooner

Based on reporting by Der Spiegel. Independently rewritten from the facts into graded German by Mitlesen — not a translation of the original article.

The government in Germany is planning a new law. Sick people should then go to their family doctor first. Only after that comes the specialist. Klaus Reinhardt heads the German Medical Association. He thinks this rule is very important. That is why he wants a disadvantage for everyone else. Some people go straight to the specialist. They then wait longer for an appointment. That is Reinhardt's idea. Another person is just as ill. But he goes to the family doctor first. That is why he gets his appointment sooner.

Bisher kann jeder in Deutschland selbst entscheiden, zu welchem Arzt er geht. Das soll sich ändern: Die Bundesregierung will die sogenannte Primärversorgung stärken. Danach soll die Hausarztpraxis für die meisten Beschwerden die erste Adresse sein. Gesundheitsminister Carsten Linnemann muss den Entwurf allerdings noch vorlegen.

Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer, geht noch weiter. Er möchte, dass Patienten einen Nachteil spüren, wenn sie direkt zum Facharzt gehen. Um Geld geht es dabei zunächst nicht, sagte er in einem Interview. Wer sich nicht an die Regeln hält, soll länger auf einen Termin warten. Wer zuerst beim Hausarzt war, bekommt seinen Termin dagegen schneller.

Reinhardt begründet seinen Vorschlag mit Zahlen. Jeder Mensch in Deutschland hat im Durchschnitt 9,7 Arztkontakte pro Jahr. Damit liegt das Land in Europa weit vorn. Auf 1000 Einwohner kommen außerdem rund 220 Behandlungen im Krankenhaus.

Reinhardt will Arztbesuche nicht verhindern, sondern die Menschen zur richtigen Stelle bringen. Praktisch heißt das: zuerst der Hausarzt, dann bei Bedarf eine Überweisung. Außerhalb der Sprechzeiten soll die Telefonnummer 116117 den ersten Kontakt übernehmen.

Gleichzeitig warnt Reinhardt vor einem Sparpaket für die Krankenkassen. Bundestag und Bundesrat haben es Anfang Juli beschlossen. Ärzte müssten künftig genauer prüfen, wer dringend Hilfe braucht. Zuerst könnten Leistungen wegfallen, die nicht direkt zur Behandlung gehören. Besonders kritisch sieht Reinhardt, dass auch Vorsorge und Früherkennung betroffen sind.

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